Angebote für Neuzugewanderte

AKTIV - ganzheitliche Begleitung für junge Geflüchtete in und während der Ausbildung


Kurzbeschreibung

Kurzinformation zum Projekt AKTIV

(steht für Ausbildung Kompetenz Teamwork Integration Verwirklichung)

Begleitung in die Ausbildung

Das Projekt startete am 01. Januar 2020 und hat zunächst eine Laufzeit von drei Jahren. Es endet am 31.12.2022.

Inhalte des Projekts: Beratung und Begleitung von jungen Geflüchteten zu den Themen Ausbildung/Beschäftigung. Generell Jugendliche mit Fluchthintergrund zwischen 17-27 Jahren. Das Projekt konzentriert sich dabei auf die Stadt Nürnberg und Nürnberger Land.

Bedarfsgerechte Begleitung und Beratung von jungen Menschen in der beruflichen Orientierungsphase, auf Ausbildungssuche und in der Ausbildung. Die Mitarbeiter fungieren hier als Vertrauensperson.

Individuelle Bedarfsanalyse

Klären von persönlichen Voraussetzungen für die Aufnahme einer Ausbildung

Unterstützung bei der Klärung von rechtlichen Voraussetzungen für die Aufnahme einer Ausbildung

Individuelles Bewerbungstraining und Schulungen in Gruppen

Begleitung zu Terminen (Vorstellungsgespräch, Jobcenter, Arbeitsagentur, HWK, IHK, Job Messe, etc.)

Ansprechpartner und Vermittler bei Ausbildungsthemen, z.B. Urlaub, Konflikte mit dem Chef oder Kollegen, Vertragsangelegenheiten, Anträge, Elternabende, …

Vermittlung von Nachhilfe bei Unterstützungsbedarf in der Berufsschule

Unterstützung bei Anträgen

Einzelberatungen von Jugendlichen bei allen Fragen und Anliegen rund um das Thema Ausbildung (z.B. Fördermöglichkeiten, Ausbildungsabbruch, Ausbildungswechsel, Bildungswege, Anträge etc.)

Gruppe von Menschen arbeitet zusammen

Die Auswertungen der Migrationsstudie des Bundesinstituts für Berufsbildung zeigen deutlich: Die Mehrheit der Bewerberinnen mit Fluchthintergrund und einer Staatsangehörigkeit aus nicht europäischen Asylzugangsländern will gerne eine Ausbildung beginnen. Ferner profitieren sie von der individuellen Betreuung durch eine/n Pate/Patin oder ein/e Mentor/in. Die Jugendlichen wünschen sich außerdem noch mehr Unterstützung bei der Orientierung im Bildungssystem oder bei Behördengängen. (Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung)

Aktuelle Ergebnisse (01/2019) des BIBB Forschungsprojekts „Bildungsorientierungen“ zeigen, dass ausbildungsplatzsuchende Jugendliche und ausbildungsplatzanbietende Betriebe seltener als früher zusammenfinden. Relativ einig sind sich die Experten der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite darin, dass die Berufsorientierung weiter gestärkt werden muss. Es müsse hierfür das soziale bzw. familiäre Umfeld der Jugendlichen mehr eingebunden werden. Junge Geflüchtete haben in Deutschland vor Ort oft kein familiäres oder soziales gestärktes Umfeld, oder auch hier fehlen grundlegende Kenntnisse über das deutsche Ausbildungssystem. Die Experten sind sich auch einig, damit Jugendliche realistischere Vorstellungen von Ausbildungsmarkt und Ausbildungsberufen entwickeln können, gilt es, das Wissen über den Ausbildungsmarkt verstärkt in der Berufsorientierung einzubetten. (Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung)

Aus den Erfahrungen unserer Arbeit wissen wir junge Geflüchtete selbst, aber auch ihre Familien kennen sich mit dem deutschen Ausbildungssystem und dessen Besonderheiten nicht aus. Die jungen Menschen müssen dabei unterstützt werden, realistisch einschätzen zu können in welche Richtung es für sie beruflich gehen kann. Dabei brauchen sie Bezugspersonen.

Es ist also zu folgern, dass die jungen Geflüchteten Vertrauenspersonen brauchen, mit denen sie herausfinden können in welche Richtung es beruflich für sie gehen kann. Oft gibt es in den Herkunftsländern andere Berufe und die Jugendlichen müssen unsere Berufsformate sowie ihre eigenen Stärken und Talente erst kennen lernen. Auch die duale Ausbildung an sich als besonderes Format oder die vielen verschiedenen Ausbildungsberufe müssen die Jugendlichen kennenlernen. Das Verfassen einer Bewerbung und das erwartete Verhalten in Vorstellungsgesprächen ist völlig fremd für die Jugendlichen. Neben der Entwicklung der beruflichen Perspektive stehen sie oft vor Alltagsherausforderungen, die sie alleine schwer oder gar nicht meistern können. So z.B. Anträge beim Jobcenter oder dem Sozialamt, Wohnungsangelegenheiten oder gesundheitliche Aspekte. Noch dazu birgt jeder Aufenthaltsstatus besondere Möglichkeiten oder Einschränkungen mit sich, die die Jugendlichen oft nicht verstehen.

Bei den Jugendlichen gibt es also deutlich einen hohen Bedarf an Begleitung, sowohl was die Berufswahl/Bewerbung betrifft, aber auch auf sozial-emotionaler Ebene.

Genau diese Begleitung macht das Projekt möglich und möchte an den oben beschriebenen Herausforderungen und Bedarfen der jungen Menschen anknüpfen.

Standort

AKTIV soll im Stadtgebiet Nürnberg sowie im Landkreis Nürnberger Land durchgeführt werden

Hauptstandort Büro Nürnberg: RDJ gGmbh; Allersberger Str. 185 Gebäude F, 90461 Nürnberg

Außenstelle Büro Lauf: Hersbrucker Str. 21, 91207 Lauf an der Pegnitz

 

Teilnahmevoraussetzung

Die potentiellen Teilnehmer*innen sollten in der Altersspanne zwischen 17 und 27 Jahren liegen. Außerdem sollte ein Fluchthintergrund vorliegen, da sich dieses Angebot explizit an junge Geflüchtete richtet. Deutschkenntnisse sollten vorhanden sein, sind aber nicht zwingend erforderlich.

Zeitstruktur und Rhythmus

Der Rhythmus der Beratungsgespräche und Begleitung erfolgt nach indiviueller Terminvereinbarung und richtet sich dabei am Bedarf und den Bedürfnissen der jungen Menschen. Üblicherweise finden diese Termine von Montag bis Freitag statt im Zeitfenster zwischen 09:00 und 16:00 Uhr. Termine außerhalb der Zeiten sind im Einzelfall und nach Absprache möglich.

Kosten

Das Angebot ist für die Teilnehmer kostenlos.

Altersgruppe

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Art des Angebots

Rund um Sprache
Sonstige Deutschlernangebote
Beratungsangebote
Rund um Schule
Beratungsangebote
Rund um Berufsausbildung
Schulabschluss
Berufsorientierung/ Berufsvorbereitung
Berufsausbildung
Ausbildungsbegleitung
Praktika
Beratungsangebote
Rund um Berufstätigkeit
Arbeitsvermittlung und Berufsberatung
Beratungsangebote
Politische Bildung und interkulturelle Kompetenz

Zugang

direkt über den Bildungsträger / freier Zugang

Zielgruppe

Neuzugewanderte
16 bis 21 Jahre
21 bis 27 Jahre
Ehrenamtliche
Arbeitgeber
Pädagogen und Hauptamtliche in der Asyl- und Integrationsarbeit

Träger

RDJ Rummelsberger Dienste für junge Menschen gemeinnützige GmbH
Rummelsberg 20a
90592 Schwarzenbruck
Bayern

 

Aufenthaltsstatus

Alle Neuzugewanderten
Geduldete
Geflüchtete im laufenden Asylverfahren mit guter Bleibeperspektive
Geflüchtete im laufenden Asylverfahren mit unklarer Bleibeperspektive

Anbieter

Rummelsberger Dienste für junge Menschen gGmbH
 Allersberger Str. 185, Gebäude F, 90461 Nürnberg
 http://www.rummelsberg-diakonie.de/aktiv

Ansprechpartner/-innen

Annette Roß
 0151 18445218
 ross.annette@rummelsberger.net

Anbieter

Rummelsberger Dienste für junge Menschen gGmbH
 Allersberger Str. 185, Gebäude F, 90461 Nürnberg
 http://www.rummelsberg-diakonie.de/aktiv

Ansprechpartner/-innen

Jakob Bierlein
 0151 53980789
 bierlein.jakob@rummelsberger.net
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